Transformation – Wie ich über 20 Kilo abgenommen habe und warum

Ja, ich habe tatsächlich in 2019 über 20 Kilogramm abgenommen. Wie viel genau ist mehr oder weniger abhängig von der Tagesform. Warum ich das Ganze gemacht habe, und wie, darüber versuche ich hier ein wenig zu schreiben. Meine Transformation.

Warum nimmt man so viel ab?

02.01.2019, Größe: 179cm; Gewicht: 102,6kg, Alter: 44 Jahre = BMI: 32,02
oder anders ausgedrückt: Adipositas (link zu Wikipedia)

Eigentlich ist das schon Grund genug, aber es ging mir nicht um die reinen Zahlen. Ich fühlte mich träge, missgelaunt, lustlos. Zudem war jede Treppe oder Steigung eine kleine Herausforderung für mich. Nicht, dass ich die nicht bewältigen konnte, aber danach musste ich immer wieder erstmal zu Atem kommen und mein T-Shirt trocknen lassen.

Sandra und Peter auf einem Konzert
Da trug ich noch Doppelkinn

Einem Vater von vier Kindern und Ehemann einer überaus agilen Ehefrau bietet das keine rosigen Aussichten für die Zukunft.
Will ich immer als Letzter ankommen? Will ich immer mehr eingeschränkt sein in der Klamottenauswahl? Will ich zukünftig der beste Freund meines Hausarztes werden?
NEIN!

Für mich stand fest:

Das Fett muss weg!

Peter

Mein Ziel: weniger als 80 Kilogramm Körpergewicht bis Jahresende 2019

Dafür gab es nur eine Lösung: Arsch hoch und Klappe zu.
Sprich: mehr Sport und weniger Essen. Transformation

Wie habe ich also konkret abgenommen? Meine Transformation.

Keine Süßigkeiten!

Begonnen habe ich Anfang des Jahres erstmal damit auf Süßigkeiten und Knappereien zu verzichten. Wer mich kennt, weiß wie schwer mir das gefallen ist.
Damit verlor ich in den ersten drei Monaten brutale 3 Kilogramm – naja, eigentlich gar nicht so schlecht, nur durch das Weglassen. Nur eine Transformation war das noch nicht.

Relativ schnell kam ich zur Erkenntnis, dass das Abnehmen wohl nur über mehr Bewegung zu bewerkstelligen wäre. Nur welche Sportart ist für mich die Richtige?

Sport

Joggen:
bei dreistelligem Gewicht nicht wirklich schonend für die Gelenke

Schwimmen:
naja, da gilt bei mir die Devise “eher tief als weit”

Radfahren:
hab ich früher immer gerne und viel gemacht (als Teenager) und außerdem habe ich mich in 2018 mit dem eBike meines Bruders wieder herangetastet

Das Radfahren sollte es also sein. Blieb nur noch die Überlegung – welches Rad?
Mit dem eBike meines Bruders hatte ich viel Spaß. Und Außerdem war es auch bequem am Berg. Aber Moment mal, ich wollte doch abnehmen und was für meine Form und Fitness tun – wäre da ein eBike für mich das Richtige?

Peter beim Radfahren
als ich mit dem Ebike unterwegs war


Ich kam zum gegenteiligen Entschluss und verwarf den Gedanken. Es mag jetzt viele geben, die trotzdem ein Loblied auf das eBike singen. Das dürfen sie auch gerne – für mich jedoch wäre es nicht die richtige Wahl gewesen – und im Rückblick wurde ich auch bestätigt.

Die Entscheidung – das Rennrad

Also etwas ohne Motor. Mountainbike, Fitnessbike oder Rennrad war somit die Frage. Ich diskutierte mit meiner Frau, die natürlich auch mitfahren wollte, und landete letztendlich beim Rennrad. Wir wollten schließlich auch mal längere, sportliche Touren in Angriff nehmen.
Recht ambitioniert zu diesem Zeitpunkt 🙂
So kaufte ich für den Preis eines eBikes zwei Rennräder die im März 2019 geliefert wurden.

Ab da startete quasi meine Rennradfahrer-Karriere. Die meiner Frau etwas später, da sie sich erstmal die Mittelfußknochen brach und einen Außenbandriss erlitt. Allerdings nicht beim Radfahren!

In den folgenden Monaten, von März bis Mitte Juli, schaffte ich es immer längere Strecken zu fahren. Am Anfang 15-20, später dann auch mal 60 Kilometer.
Abgenommen habe ich dabei weitere 5 Kilogramm. Bis dahin also insgesamt rund 8 Kilogramm in einem halben Jahr. Besser als nichts, aber nicht genug. Immer noch keine richtige Transformation.

Die bewusste Ernährung

Mit Sport und Verzicht auf Süßigkeiten/Knappereien war es also nicht getan. Ich musste bewusster essen. Ganz ehrlich – das wusste ich auch ohne den Blick auf die Waage. Aber bisher hatte ich es einfach nicht “gelebt”.
Daher installierte ich eine Fitnessapp und lies erstmal meinen täglichen Kalorienbedarf für mein gestecktes Ziel errechnen.

1500kcal – wow, das sah nach wirklich wenig aus. Vorallem, wenn man nach dieser Erkenntnis direkt mal auf die Kalorienangaben auf all den Verpackungen sieht. Die geliebten Tortillawraps, Weizenbrötchen, Margarine etc. – kann man essen – dann bleibt das aber mehr oder weniger die einzige Mahlzeit am Tag.

Die beste Frau der Welt (also meine!) machte hier einen großartigen Job. Sie kochte fortan nur noch Gerichte, die dem neuen Kalorienbedarf entsprachen. Das Frühstücksbrötchen wich dem Skyr-Yoghurt mit wenig Kalorien, dafür viel Eiweiß. Den Kuchen am Nachmittag gab es nur noch, wenn er durch Sport kompensiert werden konnte. Auch hierzu gibt es genügend Apps um die verbrannten Kalorien zu errechnen.

Schlechtes Wetter zum Radfahren

Bis Oktober konnte ich meine Touren bis auf über 100 Kilometer ausweiten. Aber ab Oktober ging das Radfahren nur noch sehr, sehr selten aufgrund der Witterung und der frühen Dämmerung. Ich war daher froh, dass mein Arbeitgeber mit einem ansässigen Fitness-Studio eine Vereinbarung traf. So konnte und kann ich in der Zeit von Oktober bis März vergünstigt dort trainieren. Ich sitze also auch dort auf dem “Rad” und kräftige an anderen Geräten meine Bein- und Rumpfmuskulatur.

Zwischenstand kurz vor Weihnachten

Wo stehe ich heute?
Ich bin fitter als je zuvor. Treppen oder Steigungen können mir nichts mehr antun. Klar komme ich trotzdem noch ins Schwitzen, aber die Luft bleibt mir nicht mehr weg. Und ich kann ultra skinny Jeans tragen 🙂
Viele Bekannte oder Arbeitskollegen finden es toll wie ich abgenommen habe – und sie sagen es mir auch offen in netten Gesprächen. Andere schaffen es nicht ein Lob über die Lippen zu bringen. Da heißt es dann nur, ich solle jetzt damit aufhören. Ich denke da spricht auch ein bisschen der Neid mit. Aber letztendlich bin ich, Gott sei Dank, auch nicht auf die Anerkennung anderer angewiesen.



Die Fakten:
21.12.2019, Größe: 179cm, Gewicht: 80,6kg, Alter: 45, BMI: 25,16
Das Ziel ist also noch nicht ganz erreicht. Aber es bleiben ja noch ein paar Tage. Auch wenn das wohl die fettesten des Jahres sind.

Fuesse auf Waage

Vor kurzen nahm ich an einem betrieblichen Gesundheitscheck teil. Der Arzt meinte zu mir: “Sie sind leicht übergewichtig.”
Ich sagte nur: “Das ist mir scheißegal” 😉

Ein klein wenig mehr über mich könnt Ihr übrigens hier lesen.

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